Berufsunfähigkeitsversicherungen

 

 

Berufsunfähigkeitsversicherung

 

Eine Art Lebensversicherung, die Versicherungsschutz für den Fall frühzeitiger Berufsunfähigkeit bietet.
In der Regel müssen mindestens 50% Berufsunfähigkeit vorliegen. Diese Versicherung ist eine Summenversicherung mit zeitlich begrenzten Leistungen, bei Männern bis zur Vollendung des 65., bei Frauen
bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres. Die Berufsunfähigkeitsversicherungen zählen zu den wichtigsten Versicherungen und sollte möglichst schon in jungen Jahren abgeschlossen werden.


Zusammen mit der Unfallversicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung der bekannteste Zweig der Invaliditätsversicherung. Diese Versicherung kann oder wird meist als Zusatzversicherung bei einer Lebensversicherung angeboten, möglich ist auch der Abschluß einer selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung. Als Zusatzversicherung bei der Lebensversicherung jedoch preiswertere Beiträge.
Vor allem der Hauptverdiener der Familie sollte den Abschluß einer solchen in Betracht ziehen.
Selbstverständlich können auch alle anderen Familienmitglieder eine Berufsunfähigkeitsversicherung alschließen.

 

Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung

 

Diese Versicherung zahlt die im Vertrag vereinbarte Summe, wenn der Versicherungsnehmer den ausgeübten Beruf nicht mehr verrichten kann. Wenn der Versicherte also aufgrund von Krankheit oder Gebrechen seinen Beruf wie vor Eintritt der Krankheit nicht mehr ausüben kann, hat er Anspruch auf die Versicherungsleistungen.
Eine Rolle spielt auch die Länge der Berufsunfähigkeit, bei den meisten Verträgen gilt eine Dauer von mindestens sechs Monaten. Viele Versicherer leisten die Zahlung bei 50% Berufsunfähigkeit.


 

Allgemeines

 

Das maximale Alter, bis zu dem Leistungen in der Berufsunfähigkeitsrente geleistet werden ist in der Regel das 65. Lebensjahr. In Ausnahmefällen das 67. Lebensjahr, abhängig von der Regelaltersgrenze der Gesetzlichen Rentenversicherung. Es kann aber auch eine Versicherungsdauer bis zum 60. Lebensjahr und eine Leistungsdauer bis zum 65. bzw. 67. Lebensjahr vereinbart werden. In diesem Fall würde bei Eintritt des Versicherungsfalls bis zum 60. Lebensjahr bis zum 65. bzw. 67. Lebensjahr eine Rente gezahlt werden.


Zahlreiche Versicherer unterscheiden zwischen vier Berufsgruppen, vor denen der Tarif abhängt. Dabei spielt die Risikoeinstufung der Berufe eine Rolle. Ein Büroangestellter in Teilzeit erkrankt relativ selten, dagegen ein Akkordarbeiter öfters. Hier gilt dasselbe wie etwa in der privaten Krankenversicherung, dass man je nach Risikogruppe verschiedene Beiträge entrichtet. Diese Beiträge richten sich nach Risikoeinstufung. In unserem Fall zahlt also der Akkordarbeiter einen höheren Beitrag als der Büroangestellte.
Die Beitragshöhe ist unter anderem auch abhängig vom Eintrittsalter, von der Höhe der monatlichen Berufsunfähigkeitsrente und vom Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers.
Vermehrt zahlen Raucher oder andere Risikogruppen höhere Beiträge; andere Risikogruppen (z. B. Herzkranke) werden gar nicht versichert.
Wichtige Punkte, die man bei Abschluß von Berufsunfähigkeitsversicherungen unbedingt beachten sollte:
 

1. Der Versicherer verzichtet darauf, den Versicherungsnehmer auf ähnliche Tätigkeiten hinzuweisen.
 

2. Anerkennung der Berufsunfähigkeit von Anfang an, dies deckt oft zusätzliche Behandlungskosten.
 

3. Weltweiter Versicherungsschutz.


Für Menschen mit Behinderungen war es meist schwierig in den Genuss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu kommen. Der Gesetzgeber schaffte mit einem neuen Gesetz Abhilfe, seit August 2006 dürfen Behinderte nur noch in Ausnahmefällen vom Versicherer abgelehnt werden.